| Informationsnetze der
EU
Die Europäische Union unterhält EU-weit Netze von Einrichtungen
zur Information und Beratung unterschiedlicher Zielgruppen. Recherchemöglichkeiten
im Internet siehe hier
SEIDL - Ihr Recht in Europa. bietet Ihnen
einen kurzen Überblick über diese EU-Infonetze:
Die Depositarbibliotheken (DEP) sind in der Regel an den Nationalbibliotheken
eines Landes eingerichtet. Sie besitzen alle Dokumente der EU in einer
Sprachversion. Diese stehen jedem Interessenten zur Ansicht zur Verfügung
und können von Landesbibliotheken ausgeliehen werden.
Depositarbibliotheken in Deutschland:
Berlin
Staatsbibliothek zu Berlin
- Preussischer Kulturbesitz -
Abt. Amtsdruckschriften und Internat. Amtl. Schriftentausch
Potsdamer Str. 33 - 10772 Berlin
Telefon: (030) 266 2471
Telefax: (030) 266 2341
Bonn
Deutscher Bundestag
Bibliothek
Abt. Internationale Organisationen
Bundeshaus
Görresstrasse 15 - 53113 Bonn
Telefon: (0228) 16 - 22943
Telefax: (0228) 16 - 86037
Frankfurt
Die Deutsche Bibliothek
Abt. Zentrale Dienstleistungen u. Archivierung
Zeppelinallee 4-8 - 60325 Frankfurt/Main
Telefon: (069) 1525 1610
Leipzig
Die Deutsche Bibliothek
Deutscher Platz 1 - 04103 Leipzig
Telefon: (0341) 227 - 10, - 1328
Telefax: (0341) 227 - 1444
München
Bayerische Staatsbibliothek
Ludwigstr. 16 - 80328 München
Telefon: (089) 2863 8345
Telefax: (089) 2863 8309
Die großen Europäischen Informationszentren sind ein Beispiel
für die Dezentralisierung und für gemeinsame Verantwortung bei
der Informationspolitik der Europäischen Union: Sie werden auf gemeinsame
Initiative der Europäischen Kommission und der Regierung eines
Mitgliedsstaates eingerichtet. Dabei können Verbände und Organisationen
mit in die Einrichtung einbezogen werden.
Die Europäischen Informationszentren haben ihren Sitz in der Hauptstadt
des jeweiligen Mitgliedstaates. Ihre Aufgabe ist es, die Öffentlichkeit
im betreffenden Mitgliedstaat über die Europäische Union zu informieren
und ein Forum für nationale Veranstaltungen zu europäischen Themen
zu bieten.
Es gibt zur Zeit drei Europäische Informationszentren: das »Quell
d'Europe« in Paris, das »Jacques Delors«-Zentrum in Lissabon
und das »Jean-Monnet-Haus« in Berlin.
Europäisches Informationszentrum Berlin
Jean-Monnet-Haus
Bundesallee 22 - 10717 Berlin
Telefon: (030) 8841 - 2211
Telefax: (030) 8841 - 2224
E-Mail:
info@eu-infozentrum-berlin.de
Internet:
www.eu-infozentrum-berlin.de
Die Europäischen Dokumentationszentren (EDZ) haben die Aufgabe die
Veröffentlichungen der EU zu katalogisieren und sie dem universitären
Bereich sowie der interessierten Öffentlichkeit zugänglich zu machen.
Die EDZ arbeiten entweder als spezialisierte oder universelle Einrichtungen.
Die EU hat sich verpflichtet, den Zentren jeweils ein Exemplar aller periodischen
und nichtperiodischen Veröffentlichungen in einer Amtssprache kostenlos
zu übersenden.
Die EDZ besitzen kostenlosen Zugang zu den EU-Datenbanken. Die Europäische
Kommission bietet eine spezielle
Internet-Seite
für Bibliotheken mit wichtigen Informationen für EDZ an.
Darüber hinaus existieren zum Austausch von Informationen verschiedene
nationale und internationale EDZ-Mailinglisten (z.B.
EURODOC).
LINK:
Verzeichnis der Europäischen
Dokumentationszentren (EDZ / EDC)
Die Euro Info Centre (EIC) bilden ein Netzwerk von insgesamt ca. 300
qualifizierten Beratungsstellen in Europa, das von der Europäischen
Kommission 1989 zur Unterstützung kleiner und mittlerer Unternehmen
(KMU) ins Leben gerufen wurde. Ca. 230 dieser Einrichtungen sind im
Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) anzutreffen, ca. 20 weitere
Korrespondenzzentren befinden sich in den Mittel- und Osteuropäischen
Ländern, sowie im Mittelmeerraum. Die EIC stehen in engem Kontakt
untereinander und mit der EU-Kommission in Brüssel.
Die Hauptzielgruppe der Euro Info Centre sind Unternehmen, die Informationen
zu europäischen Themen, wie z.B. Fördermittel, die Umstellung auf
den EURO, den Binnenmarkt und deren Auswirkungen auf die jeweiligen
Geschäftsbereiche suchen. Durch die große Vielfalt der
Förderungsprogramme und den Umfang der gesetzlichen Regelungen, die
durch ein Nebeneinander von nationalem und Gemeinschaftsrecht entstanden
sind, ist es die Aufgabe der EIC, gerade kleinen und mittleren Unternehmen
(KMU) eine Übersicht über deren Möglichkeiten im
europäischen Binnenmarkt zu verschaffen. Die Auskünfte sind fast
immer kostenfrei zu erhalten.
Im einzelnen stellen die EIC folgende Leistungen zur Verfügung:
-
Dienstleistungen zu Schwerpunkten des Europäischen Binnenmarktes
-
Informationen und Beratungen zu Projektplanung, Finanzierung und Antragstellung
im Bereich europäischer Förderprogramme
-
Auskünfte über EU-Richtlinien, -Verordnungen und -Gesetzestexte,
sowie Länderinformationen; des weiteren über Forschungs- und
Entwicklungsprogramme
-
Hilfe bei der Suche nach Kooperationspartner, u.a. für Kooperationen
von Unternehmen mit den regionalen Hochschulen
-
Information über aktuelle Ausschreibungen im öffentlichen Auftragswesen
-
Dienstleistungen zum EURO, wie Checklisten, Handbücher und Seminare
-
Seminare zu aktuellen Ausschreibungen und Themenschwerpunkten
-
Datenbanken zur Informationssuche
-
Archive mit Publikationen zu Schwerpunkten des Binnenmarktes
LINK:
Verzeichnis der Euro Info Centre
(EIC)
[in Englisch]
LINK:
Netzwerk
der deutschen Euro Info Centres (EIC)
Die Info Point Europe (IPE) sind Serviceeinrichtungen und hauptsächlich
in den EU-Hauptstädten angesiedelt. In Deutschland wurde ausserdem je
ein Zentrum in den fünf neuen Bundesländern eingerichtet. Die IPE
bieten allen Bürgerinnen und Bürgern folgende Dienste an:
-
kostenlose Informationsbroschüren über die Tätigkeit der EU
-
Ausstellung von Veröffentlichungen der EU
-
Zugang zu EU-Datenbanken
LINK:
Verzeichnis der Info Point Europe
(IPE) [in Englisch]
Aufgabe der Foren ist es, im ländlichen Raum Information über die
Europäische Union zu vermitteln. Zielgruppen sind Bürgerinnen und
Bürger, Kommunal- und Regionalbehörden, Unternehmer, Vereinigungen
und gemeinnützige Organisationen. Die Foren werden häufig unter
dem Dach bestehender Organisationen (Gast-Einrichtungen) angesiedelt, die
bereits über Erfahrungen im Bereich der ländlichen Entwicklung
und Information verfügen. Die Foren informieren über alle
Maßnahmen der Europäischen Union, die das Leben in den
ländlichen Regionen berühren sowie über Gemeinschaftsprogramme,
die für die dort lebenden Menschen von Interesse sein können.
LINK:
Verzeichnis der Carrefours
In Fragen mit grenzüberschreitenden Charakter stehen die Europäischen
Verbraucherinformationszentralen zur Verfügung, deren Mitarbeiter Experten
auf dem Gebiet des europäischen Verbraucherrechts sind, und die
Faltblätter und Broschüren zum Themenbereich Verbraucherschutz
aushändigen können.
In Deutschland:
EVZ Kiel
Europäisches Verbraucherzentrum
Willestraße 4-6 - 24103 Kiel
Telefon: (0431) 9 71 93 50
Telefax: (0431) 9 71 93 60
E-Mail:
evz@evz.de
Internet:
www.evz.de
Die Innovation Relay Centres (IRC) sind Serviceeinrichtungen, die vorwiegend
auf kleine und mittlere Unternehmen (KMU), aber auch auf universitäre
und außeruniversitäre Forschungseinrichtungen ausgerichtet sind.
Die Zielsetzung ist, den Austausch von technischem Wissen und neuen Technologien
mit der Industrie zu fördern sowie die Teilnahme an Forschungs- und
Technologieförderprogrammen zu unterstützen.
LINK:
Netzwerk
der Innovation Relay Centre (IRC) [in Englisch]
Die BIC beraten und unterstützen Unternehmen, insbesondere bei der
Unternehmensgründung im europäischen Umfeld. Geboten wird Hilfestellung
bei der Erarbeitung des Unternehmenskonzepts, eines Finanzplans unter
Berücksichtigung möglicher EU-Förderprogramme und Begleitung
z.B. bei Bankgesprächen.
LINK:
European
Business & Innovation Centres Network (EBN) [in Englisch]
Die CCP informieren interessierte Kulturschaffende über die jeweils
aktuellen europäischen Kulturförderprogramme und beraten bei der
Antragstellung. CCP gibt es in den Mitgliedsstaaten der Europäischen
Union und in den Ländern des Europäischen Wirtschaftsraums. Sie
arbeiten eng zusammen und sind dadurch in der Lage, bei der Vermittlung
internationaler Kooperationspartnerinnen und -partner behilflich zu sein.
Zu diesem Zweck wurden von mehreren CCP allgemein zugängliche
Kooperationsdatenbanken im Internet installiert, die die Suche nach Partnern
erleichtern.
LINK:
Verzeichnis der Culture Contact Points
(CCP) [in Englisch] |